Jul
26
2010
Wir haben irgendwie noch nicht unseren Rhythmus gefunden! Derzeit sind wir nämlich fast immer einfach nur kaputt, müde und möchten schlafen. Das ist aber natürlich kein Wunder, denn abgesehen von der mörderischen Hitze (ständig über 33 Grad) nehmen wir uns einfach jeden Tag viel zu viel vor. Wir laufen die Stadt ab, als bekämen wir für jeden gelaufenen Kilometer einen Preis. Und anstatt einfach mal einen Apfel oder irgendetwas für zwischendurch mitzunehmen, setzten wir auf leichtes Handgepäck: eine Wasserflasche, die wir nach 20 Minuten geleert haben, Sonnenbrillen und einen Stadtplan.
Das Ende der Geschichte ist, daß wir, geflasht von all den neuen Eindrücken, nicht weiter auf unseren Flüssigkeitshaushalt achten, geschweige denn mal Energie nachlegen. Also kommt der Punkt, an dem wir alles um uns herum auffressen wollen und der Besinnungslosigkeit nahe auf Nahrungssuche gehen. Heute konnte Konrad grade noch die Essensbestellung in einen russischen Fast-Food Lokal aufgeben, bevor ihm total unterzuckert und ausgetrocknet fast schwarz vor Augen wurde.

Der mit Blätterteig überbackene Eintopf gehörte zwar nicht in die Kategorie kulinarische Hochgenüsse, aber danach hatten wir wieder etwas Farbe im Gesicht und konnten den Heimweg ins Hostel antreten. Morgen nehmen wir wirklich mal einen Apfel mit!!!!
@ Marta: … und einen RedBull für Konrad, damit er mich volltexten kann
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Jul
26
2010
Es gibt ein Wort, das St. Petersburg treffend beschreibt: “Größer“.
Die großen Häuser, Straßen, Paläste, Parks und Kirchen – alles ist größer als in den restlichen europäischen Städten. Bescheidenheit kann man den Erbauern wirklich nicht nachsagen. “big is beautiful” war wohl die Devise, als diese Stadt am Reißbrett entstand.
Am ersten Tag waren wir fasziniert und fast erschlagen von der Größe St. Petersburgs und der Vielzahl der riesig-großer Gebäude. Da wir beide aber keine großen Fans von großer Architektur sind, wurde es sehr schnell langweilig, da irgendwie alles gleich groß aussieht. Eigentlich kein Wunder, da alleine ein großer italienischer Architekt ca. 13 große Staßenzüge und 12 große Plätze gestaltet hatte. Die großen Zaren haben sich einfach gesagt “Da da charascho … was die da in Wien, Paris oder Rom hingestellt haben, machen wir auch – nur zwei Nummern größer!”

Ich möchte hier keinen falschen Eindruck erwecken. Diese großartige Stadt ist auf jeden Fall sehenswert und wir bleiben bis bis Mittwoch Abend hier. Doch Größe alleine ist nicht alles meine Herren

Ein paar Impressionen aus St. Petersburg
Das großartige an unserer Art zu reisen ist die viele Zeit und Spontanität, die wir haben. Da uns die Stadt sehr gut gefällt (trotz – oder vielleicht doch wegen der großen Architektur) wollen wir noch ein paar Tage verweilen und noch mehr von der einzigartigen Atmosphäre dieser großen vier Millionen Stadt aufsaugen …
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Jul
25
2010
Man nehme eine eiskalte Wodka Flasche, 2 Liter Saft,ein paar aufgeschlossene Leute aus Finnland, Russland, Malaysien und Deutschland, Tüte Chips und eine Priese Musik. Schüttle das ganze kräftig und lasse es über die Nacht ziehen …
… fertig ist das Rezept um am nächsten Tag um 13 Uhr mit einen fiesen Kater aber breiten Grinsen in einen nach Käsefüße riechenden 12-Bett Zimmer im Zentrum von St. Petersburg aufzuwachen

Das war eine Nacht genau nach unseren Geschmack. Einfach rein in die Menge und unter die Einheimischen mischen. Unseren jungen Finnen haben wir direkt an den ersten Club verloren und auch unsere russische Begleitung blieb in der letzten Bar hängen. Um ca. 7 Uhr morgens blieb nur noch Sam aus Malaysien (der eigentlich Chinese ist …) und die letzten 10 Rubel (ca. 30 Cent) übrig 
Wie mögen wohl erst die Moskauer Party Nächte sein?
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