Archive for November, 2010

Nov 30 2010

Offroad Tuk-Tuk in Kambodscha

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Wir sind weiterhin froh und munter mit “Uns Einradantrieb Tuk-Tuk” in dem ursprünglichen & wunderschönen Kambodscha unterwegs …

Gestern haben wir uns & Uns Tuk-Tuk einem knallharten Härtetest unterzogen und sind ca. 120 km entlang des Mekongs abseits der asphaltierten Straßen gefahren.

Weltreise Blog aus Kambodscha

Das robuste Ding, hat abgesehen von einem Platten, alle Schlaglöcher und Sandflächen mitgemacht und brummt fröhlich im ein Takt Rhythmus weiter. Zwar kommen jeden Tag neue fiese Nebengeräusche dazu, diese beeinträchtigen aber nicht unser fröhliches Weiterkommen.
Und da die Hupe den Geist aufgegeben hat, ist es ganz praktisch, dass die Passanten, Kühe, Hühner und Hunde uns schon von Weiten hören können – das spart uns eine Menge wilder Ausweichmanöver und halsbrecherischer Vollbremsungen :-)

Ich will Euch nicht wieder mit erneuten Lobeshymnen auf die Schönheit dieses Landes und der Freundlichkeit der Einwohner langweilen, also lasse ich es diesmal.
Denkt Euch einfach diesen Teil selbst beim betrachten der Fotos ;-)

Kambodscha offroad erleben mit dem Tuk-Tuk durch die Dörfer

Heute ist unser Jahrestag und wir beiden Hübschen gönnen uns einen entspannten Tag und “Uns Tuk-Tuk” eine wohltuende Handwäsche (1$).

Morgen geht es weiter Richtung Süden und wenn alles gut läuft, erreichen wir am Abend wieder die Hauptstadt Phnom Penh, wo wir uns von unseren lustigen Vehikel verabschieden müssen …

PS: Falls Ihr noch nicht genug vom Tuk-Tuk habt – hier noch ein längeres Video, das Natalia vor ein paar Tagen auf dem Weg aufgenommen hat: Mit dem Tuk-Tuk durch Kambodscha

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Nov 28 2010

Video & Bild des Tages

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Video des Tages:

Bild des Tages:

Lust auf männlichen Erotikkalender 2011 aus Kambodscha?

* Für Bestellungen des männlichen 2011 Kalenders bitte direkt hier anfragen: www.balconyguesthouse.net ;-)

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Nov 27 2010

Wir haben es getan!

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JA! Wir haben diesmal eine GANZE Nacht im Tuk-Tuk verbracht, denn schlafen kann man das nicht nennen ;-)

Ich konnte meine dufte Perle noch einmal davon überzeugen, dass “Uns Tuk-Tuk” mit ein wenig Phantasie unser persönliches Bett im Kornfeld sei …

Minenfeld am Straßenrand im Norden Kambodschas

Nach einem (mal wieder) eindrucksvollen Tag auf der Piste hat Natalia einen guten Riecher gehabt und uns an einen perfekten Ort zum Übernachten navigiert.
Das Örtchen O´Russey Kandal ca. 30 km südlich von der Stadt Stung Treng wird von einer europäischen NGO dabei unterstützt ein Eco-Tourismus Projekt zu führen.
Ohh haa – die beiden Spinner werden jetzt auch noch Hippies?!

Der Perfekte Ort in Kambodscha - Weltreise Blog

So durften wir unser Nachtlager in der Nähe von einem kleinen Fluss, der als Vorlage für eine künstliche tropische Badelandschaft dienen könnte, aufschlagen.

* Partnertipp: Noch mehr schöne Bilder von Kambodscha findet Ihr hier: Kambodscha Bilder

Ich “genoss”  bzw. Natalia “überstand” die Nacht in Begleitung von Fledermäusen (ganz schön riesig), Glühwürmchen (diese Leuchtdinger sind einfach nur genial), Tausendfüßlern (iggitt iggiitt) und anderen kreischenden, kratzenden, pfeifenden, zirpenden, raschelnden und flatternden Viechern, die wir gehört aber nicht gesehen haben.

Als sich am späten Abend ein Moped näherte und ein paar Meter von uns halt machte, kamen die Erinnerung an unsere vorletzte Nacht schlagartig zurück. Der Fahrer machte keine Anstalten wegzufahren und wir wollten diesmal nicht abhauen.
Also ging ich mit der Taschenlampe in einer und einem Messer in der anderen Hand, wild entschlossen (nur äußerlich) die Stellung diesmal zu halten, auf Ihn los. Der Gute lag gemütlich in einer Hängematte und hatte bei meinen Anblick genau so mulmig dreingeschaut wie ich mich gefühlt habe. Doch zu meiner Erleichterung erkannte ich sein verunsichertes Gesicht als einen der freundlichen Dorfbewohner, die uns zum Essen eingeladen haben :-)

Öko-Tourismus in Kambodscha NGO

Mein Gott – das nenne ich einen fürsorgenden Service um zwei bescheuerte Touristen, die unbedingt im Freien nächtigen wollen!

Unser Bodyguard blieb die ganze Nacht in unserer Nähe und wir fühlten uns wenigstens für einen Augenblick in dieser unwirklichen Nacht in Kambodscha wirklich sicher …

Danach ging es wieder mit 40 Std/km durch traumhafte Landschaften weiter Richtung Norden.

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Nov 25 2010

Vom Himmel zur Hölle und wieder zurück

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Seitdem wir das Tuk-Tuk haben ist das Abenteuer wirklich vorprogrammiert. Die ersten beiden Tage waren wundervoll und geprägt von vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen. Was uns der dritte Tag jedoch bescheren sollte, ist wirklich Drehbuch reif und wir waren nicht in der Lage uns so etwas in unseren kühnsten Träumen vorzustellen.

Alles begann noch recht ruhig. Nach einer eher schlechten Nacht in einem ziemlich versifften Hotel in Kampong Cham haben wir am Morgen erkannt, warum wir so schlecht geschlafen hatten. Die Stadt war voller Chinesen, die nach alter Tradition herum brüllten als gäbe es kein Morgen!!!
Gut also, dass wir schon früh das Weite suchten. Nach einer Frühstücksnudelsuppe, die nach Chlor roch, ging es also in unserem geliebten Tuk-Tuk wieder auf die Piste, vorbei an Landschaften bei denen einem echt der Atem stehen bleibt und vorbei an Einheimischen, die auf Feldern arbeiten oder kleine Shops am Wegesrand betreiben.

Reisebericht aus Kambodscha in unseren Weltreise Blog

Immer wieder fragte ich mich dabei, ob die netten Menschen hier Abends immer mit furchtbaren Kopfschmerzen ins Bett gehen? Man kennt das doch, wenn man einen Tag lang so richtig viel gelacht hat, dass sich die Geschichtsmuskeln verspannen und man richtig Kopfweh bekommt. So wie die hier den ganzen Tag von einem Ohr zum nächsten grinsen, möchte ich mir gar nicht vorstellen, was die Abends durchmachen müssen. Es sind einfach liebreizende Menschen, die man den ganzen Tag knutschen möchte.

Weltreise Blog aus Kambodscha

So zum Beispiel auch bei unserer ersten richtigen Panne mit unseren Gefährt. Mitten im Nirgendwo reißt uns plötzlich die Kette und wir verlieren ein Glied, so dass wir sie nicht mehr flicken konnten. Da standen wir nun am Straßenrand und hatten noch nicht einmal die Möglichkeit darüber nachzudenken, was wir jetzt machen, denn schon stand ein grinsender Kambodschaner neben uns und gestikulierte, dass wir hier bleiben sollen und er jemanden holen wird, der uns hilft. Keine 15 Minuten später war ein Mechaniker da, der die Kette, unter zunehmender Zuschaueranzahl, provisorisch flickte. Nachdem zwei Bauern mit ihren Traktoren, der Mann der den Mechaniker geholt hatte, ein weiterer Zuschauer und immer wieder langsam vorbeifahrende Mopeds auch aufgepasst haben, dass die Kette sitzt, sind wir ins Dorf gefahren wo wir einen neuen Kettensatz bekommen haben. Das ganze hat 10$ gekostet und alles in allen keine Stunde gedauert. Das nenne ich mal wirklich Service! Die Panne war also kein Problem und Kambodscha hat sich wieder von der besten Seite gezeigt … himmlisch!

Mit dem Tuk-Tuk unterwegs in Kambodscha - Weltreise Blog

Die Fahrt ging wieder gemächlich weiter. Allerdings mussten wir unsere Augen offen halten, denn Konrad wollte unbedingt im Tuk-Tuk übernachten und das bedeutete, dass wir eine geeignete Schlafstelle suchen mussten. Wir hatten uns vorgenommen, in einer der hundert Tempelanlagen, die man ständig sieht, nachzufragen, ob wir uns einfach dort hinstellen können.
Wie es der Zufall aber so will, haben wir, als es Zeit wurde sich um einen Schlafplatz zu kümmern, natürlich weit und breit keine Tempel mehr gefunden.

Tja, und was macht man in einem Land, das noch voller Mienen ist und dessen Wege man nicht so einfach verlassen kann? Keine Ahnung, was normale Menschen machen, aber wir sind in eine Kautschukbaum-Plantage gefahren und haben dort “Uns Tuk-Tuk” zu einem gemütlichen Schlafwagen umgebaut.

Während ich mich bettfertig machte, wuselte Konrad um uns herum um nach alter Bundeswehr-Manier das Tuk-Tuk hübsch mit Zweigen und dem Moskitonetz zu tarnen.
Vollig erschöpft (Konrad) und super wach (ich) lagen wir dann pünktlich um 18:30 in vollkommender Dunkelheit in dieser Plantage und wussten gar nicht, ob wir uns eher auf die Musik der Technodisco in der Nähe konzentieren sollten, oder doch lieber auf die Gebete, die per Lautsprecher von irgendeiner Moschee bis zu uns durchdrangen. Das versprach alles ein sehr entspannter Abend zu werden! :-)
Und da es ja noch so früh war und ich sooooo gar nicht müde, habe ich angefangen Konrad zu erzählen, dass ich diese super-Abenteuer Nummer eigentlich nicht brauche. Mir macht es wirklich nichts aus unter freiem Himmel zu übernachten, aber warum soll man sich das Leben schwer machen, wenn es auch einfach gehen kann?
Und warum muss man immer alles auf die Spitze treiben? Naja, aber da ich eine dufte Perle bin, habe ich dieses Übernachtungsspektakel einfach mal mitgemacht. Und Konrad war auch ganz happy darüber.
Wie ahnungslos wir zu diesem Zeitpunkt doch noch waren!

Gegen 19:00 haben wir dann beschlossen, dass wir versuchen werden zu schlafen. Hat natürlich gar nicht geklappt, da zu früh und die ganze Zeit Pipi (ich) in der Hose vor Angst. Die war allerdings auch begründet, denn plötzlich bemerkten wir Lichtblitze im Wald und ein Motorrad fuhr wild in der Plantage umher. Wir wurden entdeckt und es wurde in unser Tuk-Tuk reingeleuchtet, dann fuhr das Motorrad weg.

Konrad sagte, dass es besser wäre abzuhauen und so machen wir uns inmitten der Nacht erneut auf den Weg. Was ein Glück, denn wir wurden kurz darauf von 2 Motorrädern verfolgt. Aber keine Panik, wir haben schnell die Hauptstraße erreicht und damit haben die Verfolger uns dann auch in Ruhe gelassen.
Nun war allerdings die Frage: WO SCHLAFEN WIR?
Einen neuen Schlafplatz in der Dunkelheit zu suchen machte nicht wirklich Sinn und so tuckerten wir planlos herum und waren wirklich froh, als wir ein Guesthouse entdeckten. Wir fuhren vor und fragten ob sie ein Zimmer frei hätten.
Es wurde viel gekichert und gefragt: “Zum schlafen?“.
Und wir: “Natürlich zum schlafen, was sonst?“.
Zimmer war vorhanden und während Konrad sich dieses anguckte packte ich unsere Sachen, auf dem noch immer zum Bett umfunktionierten Tuk-Tuk zusammen. Dabei fiel mir auf, dass nur Chinesen in dieses Guesthouse reinliefen und ich freute mich schon, dass wir wieder in der Gesellschaft unserer liebsten Erdenbürger nächtigen würden.

Als Konrad dann wieder kam sagte er so etwas wie:
Hm, gdwehldf….???? Wie sag ich´s jetzt??? Grummel, grummel …. Natalia-Schatz, es wird noch lustiger! Das hier ist kein Guesthouse, es ist ein Puff für chinesische Sextouristen!“.
Ich habe nur noch Scheiße geschrien und gelacht. Jetzt machte es auch Sinn, dass einer dieser verkackten Chinesen vor dem Tuk-Tuk stand als ich am packen war und die ganze Zeit irgendwelche Sachen gurrte.
Ich habe gedacht, die ticken ja einfach nicht richtig, also habe ich nicht darauf reagiert. Aber wahrscheinlich hat er Dinge gesagt wie: “Hm, weiße Frau im Tuk-Tuk vernaschen, das ist doch mal eine originelle Idee! Wieviel?

Chinesischer Sex-Tourismus in Kambodscha

Wir haben den Abend mit einer ordentlichen Portion Alkohol abgeschlossen um sicher zu gehen, dass wir in einen komatösen Schlaf fallen, und wir NICHTS von dem Treiben um uns herum mitbekommen. Im Bett haben wir noch eine kleine Paranoia geschoben als wir überlegten, ob der Zimmerpreis vielleicht ein Stundenpreis ist, oder ob die uns vielleicht raus schmeißen, wenn das Zimmer gebraucht wird? Aber wir konnten dann doch herrlich einschlafen und haben das mitternächtliche Klopfen an unserer Tür einfach mal ignoriert.

Am nächsten Morgen wurden wir dann ganz herzlich von Betreiber und Prostituierten mit einem freundlichen “Bye bye” auf den Weg geschickt. Und mir persönlich fällt momentan keine absurdere Situation ein, die man so erleben kann.

Nach dieser sündigen Nacht haben wir uns heute zur Reinwaschung unserer Seelen für eine gute Tat entschieden und einen jungen Mönch in unserem Tuk-Tuk mitgenommen.

Weltreise Blog: Mit einem Mönch im Tuk-Tuk unterwegs

Der Gute war zu Fuß in ein 200 KM entfernte Dorf unterwegs und war ganz froh, dass wir ihn annähernd die Hälfte der Strecke mitgenommen haben.

Jetzt freuen wir uns auf etwas mehr himmlischen Beistand! :-)

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