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Sep 25 2010

Chinesische Mauer und anderer WahnsinnMuralla China y otras locuras

Published by under CHINA

Die Chinesische Mauer – was für ein Wahnsinn!!! Es ist das größte von Menschen geschaffene Bauwerk, insgesamt an die 8.000 Km lang und sollte einst die Chinesen vor Reitervölkern aus dem Norden schützen. Chinas Mächte waren also schon immer wahnsinnig und von großen Projekten besessen.

Heute ist die Mauer ein Besucher-Magnet. Kein Wunder, bei den großartigen Landschaften und wunderschönen Aussichten, die sich an, auf und um die Mauer ergeben. Ganz klar, dass wir da auch hin mussten. Denn wie schon Mao zu sagen pflegte: “Wer die große Mauer nicht bestiegen hat, ist kein richtiger Mann!” Aber Obacht, denn Mauer ist nicht gleich Mauer! Es gibt verschiedene Abschnitte, die jeweils unterschiedliches zu bieten haben. Der bekannteste Abschnitt ist Badaling. Man erreicht ihn sehr schnell von Beijing aus und deshalb ist er auch maßlos überlaufen und sehr touristisch. Wir wollten deshalb lieber nach Jinshanling, das in einem Gebirge liegt und einfach vieeeeeel schöner sein soll … aber wir werden es wohl nie erfahren.
Was ich meine? Lehnt Euch zurück und genießt die Show:

Wir hatten nach einer Woche Beijing erkannt, dass hier in China alles langwieriger ist. In der Stadt herum zu kommen dauert Stunden und ist manchmal auch in Sachen Orientierung nicht so ganz einfach. Also haben wir beschlossen eine Tour zur Chinesischen Mauer zu buchen, da sie nicht viel teurer sind, als auf eigene Faust mit dem Bus hinzufahren und warum alles kompliziert machen, wenn es auch einfach geht?

Unser Hostel bietet praktischerweise zwei Mauer-Touren an: Eine Tagestour nach Jinshanling, wo man morgens startet und Abends wieder zurück ist ODER eine Übernachtungstour, wo man Mittags startet, auf der Mauer übernachtet und am nächsten Morgen zurück fährt. Wir fanden, dass sich die Übernachtung auf der Mauer super anhörte. Wir waren vollends begeistert, als uns die nette Mitarbeiterin vom Beobachten des grandiosen Sonnenuntergangs erzählt hat. “Und wenn ihr morgens früh aufsteht, könnt ihr auch den magischen Sonnenaufgang sehen! Nimmt nur sehr viel Wasser mit, da ihr einige Zeit wandern werdet, und Kleidung für Abends da es kalt wird!” Wir haben gebucht, Wasser eingekauft, warme Klamotten eingepackt und uns auf ein neues Abenteuer gefreut.

Vorgestern Mittag sind wir dann losgefahren und haben erst noch irritiert geguckt, als der Fahrer bei der Ausfahrt “Great Wall Badaling” (also der Turisten-Falle) von der Autobahn fuhr. Der erste Gedanke war noch: “Ok, der fährt bestimmt hier ab, aber dann noch weiter!” Aber NÖ!!! Wir standen vor dem Eingang zu Badaling und sollten da auch rein. Nachdem wir alle Mitreisenden gefragt hatten, ob sie nicht auch dachten, dass wir nach Jinshanling fahren, wurde uns bewusst, dass wir also fast alle davon ausgegangen waren, dass Tagestour ODER Übernachtungstour zur selben Stelle gehen. Aber das ist unsere europäische Logik, die hier in China echt nicht funktioniert. Die Chinesen ticken einfach anders … wahnsinnig anders!

Kurz darauf durften wir erfahren, warum wir NICHT nach Badaling wollten. Begleitet von einer Horde Brasilianern, die ständig ihre sagenhafte Männlichkeit von der Mauer schreien mussten. (Wir wissen nicht genau, was sie geschrien haben, aber es muss so etwas wie “Ich bin der König der Welt” gewesen sein), haben wir den ersten Teil der Mauer erklommen. Gut, dass dieses tausende Jahre alte Bauwerk durch Metallgelände, Holztreppen, Hinweisschildern auf verschiedenen Sprachen und parallelen Wegen so wahnsinnig restauriert und in Stand gesetzt worden war, dass jede Ursprünglichkeit verloren ging. Begeistert waren wir auch von der Umgebung. Die Landschaft ist wirklich schön, bergig, grün und beeindruckend. Die ganzen Strommasten und Antennen fallen da gar nicht auf. Und wir hatten uns so auf tolle Aussichten in Jinshanling gefreut!!! :-(

Naja, wenigstens erschien das Übernachten noch Erfolg versprechend zu sein. In einem Wachturm waren lauter kleine Zelte aufgestellt in denen wir dann schlafen würden. Als wir uns gerade mit unserem Schicksal abgefunden hatten, Abendessen zu uns nahmen und schon von dem Sonnenuntergang sprachen, wurden wir aber von der zweiten Überraschung eingeholt:

200 m neben unserem Schlafplatz wurde eine freilicht Disco aufgebaut, die dann auch prompt angefangen hat uns schön mit Hardcore-Techno zu beschallen. Wahnsinn! Genau unser Musikwunsch für einen Besuch der Chinesischen Mauer! Als die Musik immer lauter wurde und nach und nach auch die Discobesucher eintrudelten, haben wir uns erneut mit unserem Schicksal abgefunden. Wir elenden Optimisten waren sogar immer noch gewillt, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und wollten und einfach zu den 500 Ravern gesellen, uns die Kante geben und irgendwann besoffen ins (Zelt) Bett fallen …

Aber fucking Badaling hatte noch eine weitere Überraschung auf Lager:

Wir durften nicht rein!!!! Jawohl! Die Security-Fuzzis haben uns den Zutritt zur Spaßanlage mit der ausführlichen Erklärung “No, no, Nooo!” verwehrt. Diesen sehr einleuchtenden Argumenten kann man ja nicht mehr besonders viel begegnen. Dies war deshalb der Punkt, wo wir uns einfach geschlagen gegeben haben und in eine stoische Akzeptanz verfallen sind. Wir haben uns auf einen Teil der Mauer zurück gezogen, den Sonnenuntergang nicht beobachtet (da die Sonne nur hinter Bergen verschwindet … von wegen grandioser Sonnenuntergang), im Selbstmitleid geschwelgt und die Große Mauer geschändet.

Wir haben darüber gesprochen, dass in China irgendwie vieles schief läuft, wir hier schon recht oft angenervt und enttäuscht waren und dass wir zusehen müssen, dass sich das ändert. Mit diesen guten Vorsätzen sind wir in Richtung Schlaflager gegangen um diesem Tag ein Ende zu setzen. Aber der Wahnsinn ging einfach ungefragt weiter, denn auf dem Weg in unser Bettchen haben wir 300 m auf der anderen Seite des Wachturm noch eine weitere Techno-Disco entdeckt, worauf hin wir nur noch hysterisch lachen konnten. Bis 5:00 morgens durften wir also krassen Bässen und fetten Beats in ohrenbetäubender Lautstärke, neben unserem Bett lauschen (schon einmal versucht nüchtern in einem Schlafsack in einer Disco zu schlafen?) Zwischendurch besuchten besoffene Chinesen den Wachturm, um ein bisschen rum zu schreien, Fotos zu machen und auch wirklich sicher zu gehen, dass hier keiner schlafen kann …

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Am nächsten Morgen sind wir dann frisch und ausgeruht nach 2 Stunden Schlaf aufgewacht, haben drauf verzichtet uns den wahnsinnig magischen Sonnenaufgang anzuschauen und sind die Rückreise nach Beijing angetreten. Hier angekommen mussten wir erst einmal etwas gegen unsere Augenringe unternehmen und einen neuen Plan für den Umgang mit China entwickeln. Der sieht ungefähr so aus, dass wir einfach immer für Ohrenstöpsel und genügend Geduld unsererseits sorgen müssen und sicher gehen müssen einen Rückzugsort zu haben.

Ich sag nur: Wahnsinn diese Chinesische Mauer bei Badaling-ling-bam-fucking-bam-bum-bum-bum!!

Heute Abend werden wir Beijing verlassen und mit einem Nachtzug nach Xi’an fahren. Wahrscheinlich wird das auch noch einmal lustig, da Ferien sind und die Züge dann erfahrungsgemäß wohl komplett überlaufen. Freut Euch also jetzt schon auf weitere wahnsinns Geschichten aus dem Reich der Mitte! 😉

La muralla china – vaya locura!!! Es uno de los monumentos mas grandes hechos por seres humanos. En total mide unos 8.000 Km y fue pensado para acoger los Chinos ante los Mongoles. Parece que los emeradores chinos ya siempre pensaron en otras dimensiones.

Hoy la muralla es un magneto de touristas. Y no extraña. Con los bonitos paisajes alrededor de la muralla. Estaba claro, que nosotros tambien queriamos verla. Pero atencion – que hay dieferentes partes de muralla, todas ofreciendo otras cosas. Por ejemplo la parte Badaling. Queda muy cerca de Beijing y por eso es la parte mas touristica, con muchisima gente y la parta que nosotros no queriamos ver. A nosotros nos interesaba Jinshaling, que queda un poco mas afuera, pero se dice que es precioso. Bueno, nunca lo sabremos. Porque??? Disfrutad de esta historia:

Despues de una semana en Beijing ya habiamos reconozido, que aqui en China todo va un poco mas despacio. Ir por la ciudad con metro y bus cuesta horas, y de vez en cuando tambien perdemos la orientacion. Por eso decidimos de ir en una excursion organizada a la muralla. Por que complicarlo todo si tambien se puede tomar de forma facil?

Muy practico que nuestro hostal ofrece dos tipos de excursion: Una excursion de dia a Jinshaling que empieza por la mañana y se regresa por la tarde O una dormiendo en la muralla que empieza al medio dia, se durme en la muralla y al dia siguiente se regresa a Beijing. Nosotros pensamos, que dormir en la muralla suena muy bien. Y al contarnos la dependiente en el hostal que podemos ver la puesta del sol que es una locura “y si os levanteis muy temprano tambien podeis ver somo sale el sol. Solo teneis que llevar suficiente agua como vais a caminar mucho y ropa para la noche porque va a hacer frio”, estabamos convencidos.

Antes de ayer empezamos el viaje. Al prinzipio aun pensamos un poco enredados “Que hace el conductor?” Al verle salir de la autovia en Badaling. “Bueno, seguro que solo sale por aqui, pero va a seguir a Jinshaling”. Pero NO! Estabamos en Badaling y aqui nos quedabamos. Empezamos a preguntar a la otra gente que iba con nosotros, si no ibamos a Jinshaling. Y asi nos enteramos, que todos pensamos lo mismo, pero que Excursion de dia O de noche, no quiere decir, que las excursiones van al mismo sitio. Esta es nuestra logica europea, que no funciona en China, porque aqui todo es una locura!!!

Poco despues podimos enterarnos, porque NO queriamos ir a Badaling. Con un grupo grade de hytericos Brasileños, que no hacias mas que estar gritando todo el tiempo los machos que son bajo la muralla, podimos subir a la primera parte. Y que locura, que un monumento tan viejo tenga barandillas de metal, escaleras de madera, caminitos al lado de la muralla para los que no pueden ir tan bien en escaleras, y cantidad de señales en diferentes idiomas. No pierde nada de originalidad la cosa! Y el paisaje … increible! Montañas verdes e impresionantes. Con tanta preciosidad casi no os dais cuenta de todas las antenas y mastiles de corriente! Y nosotros teniamos tantas ganas de ver Jinshaling!!!! :-(

Bueno, por lo menos parecia, que dormir en la muralla iba a ser algo genial. Habian puesto tiendas en una de las torres, y alli ibamos a pasar la noche. Pero no habiamos contado con esta sorpresa: 200 m al lado de la torre estaban montando una discotheca, que poco despues empezo a tocar musica bacalao. Que locura! Justo lo que nos gustaba oir en uns noche como esta. Nosotros todos optimistas aun pensamos: “Bueno, bajamos a la fiesta, bailamos con los locos alli abajo y tomamos unas copas. Asi podremos dormir sea donde sea” Pero Badaling aun tenia otra sorpresa para nosotros: No podiamos entrar la disco!!! Solo nos dijeron “No, no, no” y asi pasamos la noche solitos llorando que queriamos ir a Jinshaling. Cuando llego el tiempo de ir a la cama, aun encontramos una segunda discotheca al lado de la torre. tambien tocando bacalao. Y asi intentamos dormir en medio de dos discos con ruido increible.

Al dia siguiente, despues de dormir 2 horas regresamos a Beijing. Llegados alli, primero tuvimos que hacer algo en contra de nuestras ojeras y pensar en un nuevo modo de vivir aqui en China, porque hay demasiadas cosas, que son demasiada locura para nosotros.

Solo digo: Vaya locura la muralla china en Badaling-ling-bam-bam-bum-bum-bum!!

Hoy por la noche vamos a salir de Beijing y nos vamos a Xi’an. Seguro que tambien lo vamos a pasar bien, porque son vacaciones en China y por eso los trenes estan a tope! Asique ya podeis esperar otras historias de locura dentro de unos dias! ;-

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